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Im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 möchte das Land Sachsen-Anhalt auch die Vielzahl kleinerer Orte mit Schätzen aus alter Zeit ins Licht rücken. Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zeigt dies vom 6. November 2014 bis zum 15. Februar 2016 eine Ausstellung zusammen mit einem ‚Korrespondenzort-Projekt’ zum Thema „Am Vorabend der Reformation. Alltag und Frömmigkeit in Mitteldeutschland“: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Otto-von-Guerike-Str. 68-73, 39104 Magdeburg, Tel. 0391-5403530, www.khm-magdeburg.de. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Die Korrespondenzorte sind Groß Ammensleben, Halberstadt, die ehemalige Hansestadt Werben an der Elbe, die Lutherstadt Eisleben, Magdeburg, Mansfeld, Merseburg, Prettin, Quedlinburg, Stendal, Stolberg im Harz und Zerbst. Unsere Abbildung, ein Photo von Wolfgang Guelcker (vgl. CC-.BY www.guelcker.de), zeigt einen Ausschnitt des Nikolaus-Altars in der Mühlhäuser Marienkirche (1485).

 

 

Das „Digitale Archiv der Reformation“ ist ein Kooperationsprojekt des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar (Dagmar Blaha, Friedhelm Gleiß, Annette Scherer), des Hessischen Staatsarchivs Marburg (Clemens Joos), des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt, Abt. Magdeburg (Vicky Rothe) und der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena (Michael Lörzer). Es wird in dem Portal Urmel bereitgestellt. Hier in Urmel wird auch die Flugschriftensammlung der Wartburg Eisenach erschlossen und digitalisiert.

Im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 werden ausgewählte Quellen aus den mitteldeutschen Kernlandschaften der Reformation für eine breite Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht. Das Portal www.reformationsportal.de soll im Sommer 2015 online gehen. Eine Arbeitsansicht wurd unter Urmel schon ab Februar 2015 sichtbar sein.

Das Projekt präsentiert sich in zwei Modulen: „Schaufenster“ und „Visitationsprotokolle“, um sowohl die Fachwissenschaft als auch Laien, Bildungseinrichtungen, kirchliche Gruppen und die Orts- und Heimatforschung anzusprechen. Das „Schaufenster“ kontextualisiert etwa 140 ausgewählte Dokumente aus der Reformationszeit. Die Protokolle über die landesherrlich angeordneten Visitationen bieten Momentaufnahmen aus den Kirchengemeinden und stellen wichtige Quellen für die Durchsetzung der Reformation vor Ort und die Entwicklung des landesherrlichen Kirchenregiments dar.

Durch die Datenlieferung an das Archivportal-D und die Deutsche Digitale Bibliothek werden Metasuchfunktionen und neue Auswertungsmöglichkeiten im größeren Kontext eröffnet. Die Indizierung von Orten und Personen nach der Gemeinsamen Normdatei (GND) erlaubt Verknüpfungen mit weiteren digitalen Ressourcen, wie der Deutschen Biographie, der Sächsischen Biographie oder der Hessischen Biografie unter LAGIS.
Vom 26. bis 27. November 2014 wird eine Fachtagung in Jena unter dem Thema „Reformation vor Ort. Zum Quellenwert von Visitationsprotokollen“ das Projekt eröffnen.

Abb. bei wikimedia: Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen, mit den Reformatoren 1532-39 Öl auf Holz aus Toledo, Museum of Art 72,8 x 39,7 cm

 

 

Faszination, Fremdartigkeit, Geheimwissen – die Alchemie wird als Gegenwelt zur Moderne neu entdeckt. Die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel widmet ihr eine Ausstellung: „Goldenes Wissen. Die Alchemie – Substanzen, Synthesen, Symbolik“. Die Ausstellung wird vom 31. August 2014 bis zum 22. Februar 2015 in Augusteerhalle und in der Schatzkammer der Bibliotheca Augusta in Wolfenbüttel gezeigt.

 

Die „Digitale Edition der Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg“ soll ein weiterer Baustein in der Plattform elektronischer Editionen „editiones electronicae guelferbytanae“ bilden, die die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel eingerichtet hat.

Fürst Christian II. von Sachsen-Bernburg (Amberg in der Oberpfalz 1599 – Bernburg 1656) [GND] studierte 1608-1609 in Genf und absolvierte eine Tour durch England, Frankreich und Italien. Als „Der Unveränderliche“ wurde er in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen und regierte ab 1630 in Bernburg. Er hat von 1621 bis 1656 Tagebuch geführt und damit das Geschehen des Dreißigjährigen Krieges wie in einem Brennspiegel zusammengefaßt. Die 23 Bände mit ca. 17.400 meist handschriftlich gefüllten Seiten weisen eine große thematische Fülle aus, hohe literarische Qualität, geschliffene Bildungsrhetorik und spiegeln zudem auch eine Subjektive Sicht der Dinge. Ein DFG-Langfristvorhaben wird bis Oktober 2016 zunächst etwa 1500 Seiten des Zeitraums 1635 bis 1637 edieren. Außer einer Einleitung soll die Edition nach Orten und Personen und Volltext durchsuchbar sein. Ein Glossar und Kartenmaterial sollen die entsprechenden Register begleiten. Am 13. November 2014 werden Arndt Schreiber und Antoine Odier in einem Werkstattgespräch im Seminarraum im Zeughaus in Wolfenbüttel das Projekt vorstellen.

Abb.: Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg, Schloss Bernburg. Q.: Museum Schloss Bernburg (MSB).

 

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg zeigt bis zum 25. Januar 2015 „Kleinkunst im Kleinformat. Deutsche Exlibris vom Ende des 15. bis 18. Jahrhundert“, und zwar in 53 Blättern aus der Graphischen Sammlung. Neun Exlibris lassen sich nur eingeklebt im Buch besichtigen.

Abbildung: Johannes E. Nilson, Exlibris Johannes Reis, 1756, © Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg.

 

Die Münzsammlung des Weinhändlers und Kunstliebhabers Ernst Otto Horn, 1880-1945, umfaßt 46.000 Exemplare. Sie gilt als letztes Beispiel der einst in Sachsen vorhandenen ›Ûniversalmünzsammlungen‹. Die Otto-und-Emma-Horn-Stiftung in Meißen hat mit dem Freistaat Sachsen 2010 eine erste Vereinbarung getroffen, sodaß mit Hilfe der Fritz Rudolf Künker GmbH & Co.KG in Osnabrück 10.554 Stücke angekauft werden konnten. Mehr als 250 Medaillen aus diesem Bestand werden im Dresdner Münzkabinett im Sponsel-Raum des Grünen Gewölbes im Residenzschloß Dresden vom 18. Oktober 2014 bis zum 18. Januar 2015 gezeigt.

 

Die Staatlichen Ethnologischen Sammlungen Sachsen zeigen im Völkerkundemuseum in Herrnhuth vom 28. November 2014 bis zum 22. Februar 2015 die Ausstellung „Aus aller Welt – Neuerwerbungen im Völkerkundemuseum Herrenhut 2010-2014“. Die Ausstellung soll auch Geschenkgeber und Sponsoren würdigen. Einzelne der 150 Objekte wurden bereits im 18. und 19. Jahrhundert von Missionarinnen und Missionaren mitgebracht.

 

Anläßlich des 300. Geburtstags von Adam Friedrich von Löwenfinck, 1714-1754, zeigt die Porzellansammlung im Dresdner Zwinger der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Ausstellung „Phantastische Welten. Malerei auf Meissner Porzellan und deutschen Fayencen“ von November 2014 bis 22. Februar 2015.

 

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie der Universität Leipzig vom 7. November 2014 bis zum 22. Februar 2015 im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig die Ausstellung „Vom Wissen der Objekte. Ethnologische Konstellationen“. Dabei sollen Verstehens- und Deutungshorizonte von Objekten im Hinblick auf die ästhetische Erfahrung, die kulturelle Erzählweise und Geschichten über das Sammeln neu eröffnet werden.

 

 

Im Museum Bautzen – Muzej Budyšin, Kornmarkt 1, 02625 Bautzen, wird vom 29. November 2014 bis zum 11. Januar 2015 wie an vielen anderen Orten eine Krippenausstellung gezeigt. In Bautzen werden speziell Papierkrippen in einer Kabinettausstellung gezeigt. Vom 27. September 2014 bis zum 28. Februar 2015 zeigt das Museum die Sonderausstellung „1815 +/-. Das Bautzener Land und die Entstehung der sächsischen Oberlausitz“. Diese Sonderausstellung korrespondiert der 1. Brandenburgischen Landesausstellung in Schloß Doberlugk vom 7. Juni bis 2. November 2014 zum Thema „Sachsen und Preussen. Szenen einer Nachbarschaft“.

 

Die Weingartener Lateinamerika-Gespräche im Tagungshaus Weingarten der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart am 9. bis 11. Januar 2015 haben als Thema: „Geschichte wird gemacht! Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen in Lateinamerika“. Die Tagung steht unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt und Dr. Rainer Öhlschläger. Sie wird den aktuellen Erinnerungsboom in allen Medien in Lateinamerika im Hinblick auf die Militärherrschaften der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisieren.

Das Historische Museum in Frankfurt am Main zeigt vom 11. September 2014 bis zum 15. Februar 2015 die Ausstellung »Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg«.

 

Die Bayerische Staatsbibliothek in München zeigt vom 19. November 2014 bis zum 1. März 2015 die Ausstellung »Welten des Wissens. Die Bibliothek und die Weltchronik des Nürnberger Arztes Hartmann Schedel (1440-1514)«

 

Für das Jahr 2015 hat der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) „Historische Friedhöfe“ zum Kulturdenkmal des Jahres gewählt. Eine Tagung "Historische Friedhöfe in Deutschland" wird am 12. und 13. Juni 2015 in Kassel gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal/Museum für Sepulkralkultur (AFD) und seinem hessischen Landesverband, der Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund veranstaltet.

 

Die Meister-Sammlerin Karoline Luise von Baden (1723-1783) .

Große Landesausstellung Baden-Württemberg in der Kunsthalle Karlsruhe 30. Mai bis 6. September 2015.

30. Mai bis 6. September 2015 Begleitausstellung in der Jungen Kunsthalle: 11 x Karoline Luise.

Abbildung: Jean Étienne Liotard: Prinzessin Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, 1745, © Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe.

dazu Vorträge, jeweils 19 Uhr

2. Juli 2015 Prof. Dr. Johannes Grave, Bielefeld: Empfindung, Sinnlichkeit, Geschmack. Zur Theorie und Praxis der Kunsterfahrung im 18. Jahrhundert.

16. Juli 2015 Dr. Christoph Martin Vogtherr, London: Zwei Sammler im Vergleich. Karoline Luise von Baden und Friedrich II. von Preußen.

27. August 2015 Prof. Dr. Marianne Koos, Fribourg / Schweiz: Jean-Etienne Liotard

En voyage. Die Europareisen der Karoline Luise von Baden. Ausstellung im Generallandesarchiv Karlsruhe Juni – Oktober 2015.

 

Unter dem Titel "Mapping historical networks" werden am 16. Juli 2015 im Münchner Zentrum für digitale Geschichtswissenschaft dhmuc. die Forschungsbereichskoordinatorin und Chefredakteurin Dr. Christine Gruber und Matej Ďurčo das neue prosopographisch-biographische Projekt APIS der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vorstellen. Die Projektskizze findet im Vortragssaal des Instituto Cervantes München, Alfons-Goppel-Str. 7, 18.00 Uhr statt. APIS steht für das "Austrian Prosopographical / Biographical Information System".

 

Der Nachlass des schweizerischen Generalkonsuls in Yokohama (Japan), Arnold Dumelin (1844-1905, aus Frauenfeld), geht an das Schweizerische Bundesarchiv in Bern. Arnold Dumelin verbrachte bereits als junger Mann ab 1866 Jahre in Japan und war 1888 bis 1893 Schweizerischer Honorarkonsul in Yokohama (vgl. J. Müller-Dumelin, Reise des Arnold Dumelin nach Japan im Jahre 1866, 1942). Er war der Schwiegersohn des Nationalrats Konrad Egloff und Schwiegervater des Ständeratspräsidenten Jakob Müller.

Eine Auswahl an Dokumenten des Nachlasses wird ab 30. Juli 2015 in einem gemeinsamen Projekt der Diplomatischen Dokumente der Schweiz, des Schweizerischen Bundesarchivs, des Europainstituts der Universität Basel und der Universität Zürich in der Datenbank Dodis nach Übergabe und Freischaltung des Nachlasses von Arnold Dumelin recherchierbar sein.

 

9. September 2015 im LWL-Archivamt für Westfalen in Münster: Genealogen als Nutzer und Partner der Kommunalarchive. Workshop des LWL-Archivamt für Westfalen

Anmeldung unter www.lwl-archivamt.de oder LWL-Archivamt für Westfalen, Postfach, 48133 Münster.

 

Karlsruhe 30. September - 3. Oktober 2015: 85. Deutscher Archivtag unter dem Thema Transformation ins Digitale.

 

Die dritte Veranstaltung der Konferenzen Offene Archive (2012 in Speyer, 2014 in Stuttgart) wird in Siegen, Kulturhaus LYZ, St. Johann-Str. 18, vom 3. bis 4. Dezember 2015 stattfinden: Offene Archive 2.2 : Social Media im deutschen Sprachraum und im internationalen Kontext. Eine Tagung, organisiert vom Kreis Siegen-Wittgenstein, LWL-Archivamt für Westfalen, der Abteilung Kulturelles Erbe am Stadtarchiv Speyer und ICARUS. Tagungsunterlagen und Anmeldung: lwl-archivamt@lwl.org